Am Sonntag fanden bei hochsommerlichen Temperaturen in Hamburg die 17. „Vattenfall Cyclassics“ statt. Unter den ca. 11000 vorangemeldeten Teilnehmern für die Jedermann-Rennen waren auch vier Triathleten des SV Hullern 68. Nach zwei früheren Teilnahmen an den Cyclassics hatte Cheforganisator Thomas Höwekenmeier diesmal mit Martin Ohlms, Markus Kösters und Matthias Rockahr drei Neulinge für dieses Rennen im Schlepptau.

Hamburg Cyclassics 2012
Das angepeilte Ziel der 4 Triathleten: Die 100km-Strecke unter 3 Stunden bezwingen.
Die Anreise am Samstag hatte sich als gute Voraussetzung für ein erstklassiges Ergebnis schon bewährt, so konnten sich die vier Hullerner schon mit dem Flair dieser einmaligen Veranstaltung vertraut machen und den Startbereich erkunden. Nachdem die Formalien der Akkreditierung auf dem Gänsemarkt erledigt waren, wurden die Starterbeutel auf den Rücken geschnallt und den gleichzeitig stattfindenden „Hamburg Cruise Days“ ein Besuch abgestattet. Hier gab es zur Ausfahrt der Kreuzfahrtschiffe ein ca. 40-minütiges Feuerwerk der Extraklasse zu bewundern. Danach ab ins Quartier und mit einer Mütze voll Schlaf den Akku auffüllen für die bevorstehend Herausforderung am nächsten Morgen.
Um 6.30 Uhr klingelte der Wecker und es gab erstmal ein ordentliches Frühstück, damit die Speicher für die geplanten 3 Stunden mit genügend Kohlenhydraten gefüllt waren. Um kurz vor 9 Uhr erfolgte der Start für die Startgruppe „R“ in der Steinstraße, in der sich die Hullerner mit ca. 1500 anderen Teilnehmern befanden. Nach kurzem Einrollen ging es über die Startlinie: Jetzt gilts, die Uhr läuft!!
Die 100km-Strecke führte durch das durchaus nicht flache Vorland im Süden Hamburgs und hatte eine tatsächliche Länge von 103,1 Kilometern. Schon zu Beginn betrugen die Temperaturen ca. 30°C im Schatten, Tendenz steigend! Schnell wurde die erste „Hürde“ erreicht, die Köhlbrandbrücke, ein Wahrzeichen Hamburgs. Hier musste zum ersten Mal richtig aufs Pedal getreten werden. Die Hullerner Jungs hatten sich mit einigen Radlern des „BCR Rendsburg“ zusammengetan und bewältigten die ersten 50 Kilometer mit dieser Gruppe. Die erste Hälfte der kupierten Strecke war geprägt von vielen Überholmanövern, die alle gut und unfallfrei gemeistert wurden.
Nach der Hälfte der Strecke geriet das angestrebte Ziel, 100 km unter 3 Stunden, in Gefahr, weil in der Gruppe der Schnitt unter 33 km/h sank! Jetzt musste eine Entscheidung her. Also vorne raus aus der Gruppe und den Schnitt wieder hochpushen. Mit vereinten Kräften wurde das auch erreicht und mit der Hilfe einiger anderer Teilnehmer die nächsten 40 Kilometer gemeistert.
Noch 10 Kilometer bis ins Ziel, der Zeiger der Uhr wanderte unaufhaltsam auf die 3 Stunden-Marke zu. Jetzt lautete das Motto: „Augen zu und durch“! Jeder der Hullerner Musketiere holte noch einmal das Letzte aus den schon ziemlich müden Muskeln heraus.
Unter dem tosenden Applaus tausender Zuschauer passierten die 4 Triathleten das Ziel an der Mönckebergstraße. Als Erster der Hullerner erreichte Markus Kösters nach 2:55:57 Stunden das Ziel, dicht gefolgt von Martin Ohlms in 2:56:52 Stunden. Dann, nach 2:57:34 Stunden überquerte Matthias Rockahr den Zielstrich und, last but not least, 56 Sekunden bevor die Uhr die 3-Stunden-Marke erreicht, Thomas Höwekenmeier in 2:59:04 Stunden.
Als sich die 4 Hullerner dann abgekämpft im Nachzielbereich trafen, waren alle sehr stolz auf ihre erbrachte, eigene Leistung und glücklich, das Ziel erreicht zu haben. Bei einem kostenlosen und alkoholfreien Weizenbier und anderen isotonischen Getränken wurde das Abenteuer Vattenfall Cyclassics dann beschlossen. Nach einer zünftigen Dusche im Quartier traten die Hullerner dann bei rekordverdächtigen 38°C die Heimfahrt an.
Im nächsten Jahr finden die 18. Vattenfall Cyclassics statt! Dann vielleicht mit einer größeren Mannschaft des SV Hullern 68, wer weiß? MR

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