AIMG-20130902-WA0001uch in diesem Jahr waren wieder vier Triathleten des SV Hullern 68 bei der 18. Ausgabe der Vattenfall Cyclassics in Hamburg am Start.

Nachdem Thomas Höwekenmeier im letzten Jahr schon Markus Kösters und Matthias Rockahr zur Teilnahme ermutigt hatte, schloss sich in diesem Jahr auch noch kurzfristig Michael Knuth-Zajonz diesem Trio an.

Gemeinsam nahm man am Samstag, den 24.08.2013 die Anreise in die Hansestadt an der Elbe in Angriff.

Nachdem in Hamburg das Quartier bezogen war, begaben sich die 4 Hullerner an die Binnenalster um sich, wie 11500 andere Teilnehmer, auf dem Gänsemarkt für die 100 km-Strecke zu akkreditieren und ihre Startunterlagen und die Starterbeutel in Empfang zu nehmen. Das klappte auch wegen der sehr gut eingespielten Organisation seitens des Veranstalters einwandfrei.

In diesem Jahr hatten sich mit Pia Zajonz und Wiebke Eckhardt auch zwei Fans mit auf den Weg nach Hamburg gemacht, um die Hullerner Starter an der Strecke lautstark zu unterstützen. So traf man sich abends in der Europapassage zur gemeinsamen „Kalorienaufnahme“. Während sich die Athleten nach einem kurzen Besuch am Hafen ins Bett legten, stürzten sich die Fans noch ins Nachtleben.

Am Sonntag klingelte für die Teilnehmer schon um 6:30 Uhr der Wecker, da man auf Grund der Vorjahresergebnisse nicht erst aus dem Startblock R, sondern viel weiter vorn in Startblock N eingruppiert war.

Also ging es schon um 7:45 Uhr los in die Startaufstellung und dann, mit rund 10 Minuten Verzögerung, startete um 8:25 Uhr das Rennen für die 1500 Teilnehmer des Startblocks N.

Ab da war es vorbei mit dem hohen Adrenalinspiegel und der Nervosität, denn jetzt hieß es erst einmal ordentlich in die Pedale zu treten. In der Anfangseuphorie hatte Michael Knuth-Zajonz mit seiner Renneinteilung zu kämpfen, aber Markus Kösters und Thomas Höwekenmeier hielten in immer mal wieder zurück, damit ihm nicht die „Pferde durchgingen“. Nach der sehr unruhigen Anfangsphase mit der Hafenpassage und der nicht ungefährlichen Überquerung der Köhlbrandbrücke hatten die Hullerner Triathleten Glück, Bestandteil einer gut funktionierenden Gruppe von ca. 80 Radfahrern zu sein. So lief das erste Drittel der 100 Km nach Wunsch und das Ziel, auch in diesem Jahr unter der 3 Stunden-Marke zu bleiben, nahm langsam Form an.

Bei Kilometer 35 dann der erste Rückschlag: Thomas Höwekenmeier musste dem wechselhaften Tempo der Anfangsphase Tribut zollen und ließ erst mal abreißen. Die anderen drei Hullerner Teilnehmer hatten sich im vorderen Drittel der Gruppe festgesetzt und fuhren munter mit.

Michael Knuth-Zajonz fand sich immer besser zurecht und hatte den Rhythmus der Gruppe gefunden, so machte das Radeln Spaß. Im hinteren Bereich hatte sich derweil Thomas Höwekenmeier wieder erholt. Mit der Erfahrung mehrerer Teilnahmen hatte er sich nicht verrückt machen lassen und fuhr jetzt wieder mit einer schnelleren Gruppe nach vorn. Damit waren die vier Hullerner wieder in einer Gruppe vereint.

Nach der Hälfte des Rennens, die“KÄRNTEN-Bergwertung“ war bereits passiert, zeichnete sich schon ein gutes Ergebnis ab. Stets über dem nötigen Durchschnittstempo, spulten die Hullerner Triathleten Kilometer um Kilometer ab. So flogen Orte wie Buchholz und Jesteburg geradezu vorbei. Apropos Jesteburg: Die hier vom Veranstalter eingerichtete Verpflegungsstation ließen die Hullerner sozusagen rechts liegen und machten sich auf den Rückweg nach Hamburg.

Immer näher rückte der Uhrzeiger auf die 3 Stunden-Marke vor, aber die Hullerner waren mit einem guten Zeitpolster unterwegs. 15 km vor dem Ziel verabschiedete sich Markus Kösters nach vorne, um sein Rennen mit der bestmöglichen Zeit zu beenden. Aber auch die drei in der Gruppe verbliebenen Hullerner gaben noch einmal Gas und mobilisierten die Reserven. Nachdem im Hafengelände noch einige schwierige Streckenabschnitte mit Kopfsteinpflaster und Schienenquerungen zu bewältigen waren, trafen die Hullerner auf das Elitefeld, dass sich auf die 246km lange Strecke begab. Das war schon ein besonderes Erlebnis.

Auf den letzten 4 Kilometern zerfiel die Gruppe dann und jeder kämpfte um seine Zeit. Dabei gab es noch auf den letzten Kilometern immer wieder Positionswechsel. Auf der Zielgeraden der insgesamt 102,7 Kilometer langen Strecke in der Mönckebergstrasse warteten tausende Fans auf die Athleten, unter ihnen auch die mitgereisten Hullerner Mädels und die feuerten die Hullerner Triathleten nochmal richtig lautstark an.

Markus Kösters erreichte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36,18 km/h nach 2:50:19 Stunden das Ziel auf dem 2282 Platz und belegte in der AK Senioren 1 Platz 600.

Michael Knuth-Zajonz und Matthias Rockahr fuhren auf den letzten Kilometern quasi Schulter an Schulter. Erst auf den letzten 50 Metern löste sich Michael Knuth-Zajonz aus dem Windschatten und spurtete mit einer Vorderradlänge Vorsprung über die Ziellinie. Er belegte bei seiner Premieren-teilnahme in einer Zeit von 2:52:02 Stunden und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit
von 35,82 km/h den 2600 Gesamtplatz und in der AK Senioren 3 den 421 Platz.

Nur knapp im Zielsprint geschlagen, erreichte Matthias Rockahr kurz danach das Ziel. Bei der Ergebnisauswertung kam dann die Überraschung: Die Endzeit betrug ebenfalls 2:52:02 Stunden, gleichbedeutend mit dem 2599 Platz in der Gesamtwertung und dem 420 Platz in der AK Senioren 3.

Nur 43 Sekunden nach diesem Duo erreichte Thomas Höwekenmeier in einer Zeit von
2:52:45 Stunden als 2762 der Gesamtwertung das Ziel. Damit erreichte er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 35,67 km/h und Platz 440 in der AK Senioren 3.

Damit waren alle Hullerner mehr als 5 Minuten schneller als im Vorjahr, welch eine Verbesserung!

Im Nachzielbereich an der Binnenalster trafen sich dann Fans und Athleten und das Erlebte des Tages wurde kurz ausgetauscht. Danach ging es zurück ins Quartier und nach einer wohl verdienten Dusche und einem Pott Kaffee machten sich dann die Hullerner Triathleten auf den Heimweg.

Das war’s noch nicht ganz: Die 19. Vattenfall Cyclassics finden am 24 08.2014 statt.
Vielleicht mit noch mehr Teilnehmern aus Hullern??

Die Hullerner Mädels wollen die Fahnen und Tröten beim nächsten Mal gegen ihren Fahrräder tauschen! Wer ist noch mit dabei??