Am Sonntag traten die Nachwuchstriathleten des SV Hullern 68 beim Aasee-Triathlon in Bocholt zum dritten Nachwuchs-Cup der Saison an.

Im ersten Rennen waren die beiden Kiml-Brüder im Einsatz. Da das Wasser für die Schüler und Schülerinnen A nicht warm genug war, wurde die Schwimmstrecke im Bocholter Aasee auf 200m verkürzt. Trotzdem hatten die beiden Pech beim Schwimmen. Nach gutem Start hatte Lucas kurz vor dem Schwimmausstieg mit so starker Übelkeit zu kämpfen, dass er sein erstes Freiwasserrennen aufgeben musste. Maurice hatte mit Krämpfen in der Brustmuskulatur Probleme, die er das ganze Rennen über nicht mehr loswurde. Er konnte aber das Rennen auf dem 25. Platz der Altersklasse männliche Jugend B beenden. Nach der langen Verletzungs- und Trainingspause konnte er so wertvolle Erfahrungen und Wettkampfkilometer sammeln.

Kurz danach ging im Rennen der Schülerinnen A und der weiblichen Jugend B Anna Kühn an den Start. Nach dem für sie enttäuschenden Rennen in Gladbeck, hatte sie sich in Bocholt eine bessere Platzierung vorgenommen. Beim Schwimmen über die 200m-Strecke mischte sie an der Spitze gut mit. An der Wendeboje schwamm sie aber einen etwas zu großen Bogen und erreichte die Wechselzone erst, als die Spitzengruppe schon fast auf der Radstrecke war. Diesmal ließ sie sich aber nicht entmutigen und schaffte es, sich mit einem schnellen Wechsel gut in der Verfolgergruppe zu positionieren. Auf der 10km-Radstrecke konnten sich die Verfolgerinnen ein wenig aber nicht entscheidend an die Spitzengruppe heranarbeiten. Beim Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke zeigte Anna dann was in ihr steckt. Mit einem rasanten Wechsel und einem beherzten Antritt konnte sie noch in der Wechselzone vor dem Ausgang auf die 2,5km-Laufstrecke 8 Gegnerinnen überholen. Auf der Laufrunde lief sie dann ihr Tempo durch und erreichte mit dieser Leistung den 4. Platz bei der weiblichen Jugend B. Bei der Auswertung des Ergebnisses stellte sich dann heraus, dass sie damit die Qualifikationsnorm für die deutschen Meisterschaften im Triathlon geknackt hatte. Diese Tatsache zauberte dann ein Lächeln auf ihr Gesicht und sie war sichtlich stolz auf ihre Leistung.

Beim letzten Start des Nachwuchs-Cups standen die drei Andrick-Sisters in der Altersklasse der weiblichen Jugend A und der Juniorinnen an der Startlinie des Bocholter Aasees. In der ersten Disziplin wurde ihnen 750 Meter Schwimmen abverlangt. Die Kaderathletinnen des NRWTV legten gleich richtig los und die drei sortierten sich im Feld ein. Clever suchten sie sich ungefähr gleich starke Gegnerinnen aus und absolvierten mit diesen das Schwimmen. Als Erste der Drei tauchte Lea in der Wechselzone auf, kurz darauf folgte auch Sina, nur auf Giuliana mussten die Fans des
SV Hullern 68 etwas länger warten. Da Lea beim Schwimmen wie ihre Schwestern auf den Neoprenanzug verzichtet hatte, konnte sie schon hier einige Gegnerinnen überholen. Dann fand sie sich aber allein auf der 20km-Radstrecke wieder, da die direkten Verfolgerinnen in hohem Tempo vorbeifuhren und ihr keine Möglichkeit gaben, in deren Gruppe mitzufahren. Sina und eine weitere Athletin schlossen auf und die Drei bildeten eine gut arbeitende Gruppe. Giuliana befand sich nach dem Wechsel aufs Rad auch in einer Dreiergruppe, hier hatte sich aber ein „fauler Apfel“ eingeschlichen. Eine der Athletinnen verweigerte hartnäckig die Führungsarbeit und zog sich so den Zorn ihrer Mitfahrerinnen zu. Außerdem vergrößerte sich der Abstand zur vorderen Gruppe deutlich.
Der zweite Wechsel klappte bei Sina und Lea vorzüglich und sie gingen fast gleichzeitig auf die
5km-Laustrecke. Während Lea sofort Tempo aufnehmen konnte, machte sich bei Sina wieder die linke Achillessehne bemerkbar und sie musste das Tempo deutlich herausnehmen.
Giulianas Radgruppe zersplitterte kurz vor der Wechselzone, aber sie ließ sich davon nicht beeindrucken, wechselte sehr schnell und legte einen fantastischen Lauf hin. Kurz vor dem Ziel suchte Lea noch das Sprintduell mit einer anderen Athletin, verlor dies aber denkbar knapp und belegte den 9. Platz bei der weiblichen Jugend A. Giuliana zauberte die sechstbeste Laufzeit auf die Laufstrecke und erreichte im Ziel den 11. Platz. Sina hatte die Zähne zusammengebissen und die Laufstrecke absolviert, obwohl sie unter sehr starken Schmerzen an der Achillessehne litt und rettete einen für sie guten 13. Platz ins Ziel.

So gab es bei allen Athletinnen und Athleten des SV Hullern 68 Licht und Schatten zu bewundern, wobei die hellen Momente deutlich überwogen.

Auch zwei erwachsene Triathleten des SV Hullern 68 waren in Bocholt am Start.

Markus Kösters hatte für die Mitteldistanz (2km Schwimmen, 90km Radfahren, 20km Laufen) gemeldet. Schwimmen und Radfahren funktionierten in der Kühle des Morgens gut, aber beim Laufen in der Mittagszeit verlor er einige Plätze. Trotzdem verbesserte er seine Bestzeit und knackte dabei die 5 Stunden-Grenze. Er belegte den 13. Platz in der Altersklasse M35.

Carsten Künsken hatte sich für die sogenannte „Bocholter Distanz“ entschieden.
Hier warteten 1,5km Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen auf die Teilnehmer. Nach einem sehr guten Schwimmsplit und gutem Radfahren, ging es beim Laufen nicht richtig gut. Die noch nicht auskurierte Rippenverletzung machte ihm hier doch sehr zu schaffen. Trotzdem behielt er seine Gegner im Auge und finishte routiniert auf dem 12 Platz des Gesamteinlaufes, gleichbedeutend mit dem 5. Platz in der Altersklasse M45.

Jetzt gilt es sich in der Woche zu regenerieren, denn schon am nächsten Sonntag finden im Fredenbaumpark in Dortmund im Rahmen des Nachwuchs-Cups die Landesmeisterschaften im Swim & Run statt.

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