Eigentlich wollte Oswald mit seinem ersten Rennen in der Altersklasse M75 in Gladbeck am 29. Mai 2016 seine Triathlonkarriere beenden, aber irgendwie war er dann plötzlich noch in Düsseldorf für die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) angemeldet.

Als er aus dem erfrischenden Hafenwasser (19° C) stieg, lächelte er noch. Dann kam der lange Weg barfuß vom Schwimmausstieg in die Wechselzone. Nach 8 Minuten stieg Oswald auf das Rad. Insgesamt musste der Rhein 8mal überquert werden. Die recht steilen Brückenrampen kosteten viel Kraft. Und immer Wind. Kurz vor dem Stadion von Fortuna Düsseldorf zwangen Sturmböen und ein gewaltiger Schauer Oswald zur Schutzsuche unter das Vordach eines großen Gebäudes. Nach 6 Minuten fuhr er weiter und stieg nach 1 Stunde und 41 Minuten vom Rad. Jetzt war wieder der lange Weg in die Wechselzone zu meistern, diesmal mit Radschuhen an den Füßen, auch nicht besonders bequem.

Nach 6 vergeudeten Minuten in der Wechselzone begann das Laufen auf der Rheinpromenade. Nach der ersten Laufrunde rang sich Oswald noch ein Lächeln ab. Dann aber hielt ihn nur noch seine oberste Regel „Niemals aufgeben" auf der Strecke.

Unter 346 gestarteten Männern erreichte Oswald Platz 345, in seiner Altersklasse aber mit einer Gesamtzeit von 03:43:09 den ersten Platz.

Dennoch, dieser Triathlon war für einen 75jährigen nur mit eisernem Willen zu bewältigen, der Spaß blieb auf der Strecke. Und so wird es eine erneute Anmeldung in 2017 nicht geben.