Bei der diesjährigen 21. Ausgabe der Cyclassics am letzten Wochenende, dem größten Radrennen in Europa, waren mit Thomas Höwekenmeier, Michael Knuth-Zajonz, Markus Kösters und Matthias Rockahr auch wieder vier Teilnehmer des SV Hullern 68 mit dabei.

Die vier hatten sich wieder für die 100 Kilometer lange und fahrerisch anspruchsvolle Südschleife in die Nordheide und zurück nach Hamburg entschieden. Nach der entsprechenden Vorbereitung in den letzten Wochen ging es dann am letzten Samstag los. Nach der circa dreistündigen Fahrt in die Hansestadt wurde die bereits bewährte Unterkunft bezogen und die Räder sicher bis zum nächsten Morgen geparkt.

Damit der Samstagnachmittag nicht langweilig wurde, begab man sich zur Binnenalster, besuchte die Ausstellung und holte dann die Startunterlagen ab. Jetzt konnte der gemütliche Teil des Tages beginnen und die vier luden ihre Kohlenhydratspeicher in einem portugiesischen Restaurant in der Nähe des Hamburger Hafens auf.

Am Sonntag klingelte der Wecker schon sehr früh und nach einem kurzen Wettercheck nahmen die Vorbereitungen auf das Rennen ihren Lauf: frühstücken, Radflaschen auffüllen, Zeitmesstransponder am Rad anbringen, Tacho einstellen, Reifendruck prüfen und zum Schluss die Startnummer nicht vergessen. So ging es schon kurz vor 8:00 Uhr in Richtung Startblock G auf dem Deichtorplatz. Dort angekommen entledigten sich die Hullerner gleich ihrer Radwesten, denn der Wettergott hatte für den gesamten Vormittag bestes Radelwetter eingeplant. Alle vier waren bereit, um die 100 Kilometer unter drei Stunden zu bezwingen. Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann gegen 8:30 Uhr los zum Start in der Shanghai-Allee. Schnell nahmen die Teilnehmer Tempo auf und es ging zügig zum ersten Höhepunkt der Strecke, der weltbekannten Köhlbrandbrücke, die sonst für Radfahrer gesperrt ist. Hier waren die Hullerner noch beisammen, aber schon auf der Abfahrt zog sich das Feld deutlich auseinander. Als es dann zur Bergwertung in Langenrehm ging, hatten sich zwischen den Hullernern etwas größere Abstände gebildet. Als Erster ging Markus Kösters auf dem 921. Platz über die Kuppe, es folgten ihm Matthias Rockahr auf Platz 1313, Thomas Höwekenmeier auf Platz 1437 und Michael Knuth-Zajonz als 2190er. In der ersten Hälfte des Rennens konnten die Teilnehmer sich nicht schonen, da man trotz schönstem Sonnenschein immer wieder mit dem recht böigen Wind kämpfen musste. Das schnelle Fahren in der Gruppe war sehr anstrengend, da man immer sehr konzentriert bleiben musste, um einen Sturz zu vermeiden.

Als dann nach 53 Kilometern die Verpflegungsstelle in Marxen passiert war, wurde es deutlich ruhiger im Feld und die Hullerner fanden sich in gut laufenden Gruppen wieder. Das Tempo lag beständig über der angepeilten Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 km/h, sodass jetzt das Hauptaugenmerk auf der sicheren Zielpassage lag.

Nach einer eher ruhigen aber schnellen zweiten Rennhälfte kam dann sehr schnell die Skyline des Hamburger Hafens ins Blickfeld der Radler. Auf den letzten 10 Kilometern mobilisierten alle nochmal die letzten Reserven und trieben die Durchschnittsgeschwindigkeit auf über 35 km/h. Jetzt rückten auch die Hullerner Teilnehmer wieder etwas näher zusammen.

Nach der Felderteilung an der Steinstraße hieß es jetzt zum Endspurt anzusetzen. Am Jungfernstieg an der Binnenalster wurden die Hullerner von ihren mitgereisten Fans und den vielen Zuschauern bejubelt. Nach einer kleinen Schleife über den Gänsemarkt und die Große Johannesstraße erreichten die Teilnehmer gegen halb Zwölf das Ziel in der Mönckebergstraße. Der erste Hullerner , der unter dem Zielbogen durchfuhr war Markus Kösters in einer Zeit von 2:42:05 Stunden. Damit erreichte er Platz 1119 in der Gesamtwertung und Platz 300 in seiner Altersklasse. Ihm folgte Thomas Höwekenmeier in einer Zeit von 2:46:34 Stunden auf Platz 1735 und Platz 384 in der Altersklasse. Die beiden verbliebenen Hullerner Starter lieferten sich ein spannendes Finish, bei dem Matthias Rockahr in 2:48:02 Stunden auf Platz 1948 einkam. Das reichte zu Platz 430 in der Altersklasse. Kurz hinter ihm erreichte Michael Knuth-Zajonz den Zielbogen in einer Zeit von 2:48:06 Stunden auf Platz 1957, gleichbedeutend mit Platz 433 in der Altersklasse. Alles Radsportler des SV Hullern 68 blieben damit erstmals unter der Marke von 2:50 Stunden, sie waren davon sehr überrascht und begeistert.

Nach einer ausgiebigen Erfrischung im Zielbereich und einer erfrischenden Dusche in der Unterkunft verstauten die Finisher des SV Hullern 68 ihre Räder auf dem Träger und traten frohen Mutes die leider staureiche Rückfahrt über die A1 an. Das war aber nicht so schlimm, denn es gab ja genügend Unterhaltung über ein ereignisreiches Rennen!